Entrepreneure zeichnen sich durch das Erkennen, Bewerten und Ausnutzen von unternehmerischen Möglichkeiten aus. Nach dem Verständnis von Schumpeter tritt der Entrepreneur dabei insbesondere als Innovator in Erscheinung, indem er durch seine schöpferische Kraft innovative Ideen entwickelt und auf dem Markt etabliert. Was jedoch passiert, wenn die Künstliche Intelligenz den eigentlichen Entrepreneur immer weiter ersetzt und die schöpferische Zerstörung in Zukunft von einer Maschine übernommen wird? Im Rahmen dieses konzeptionellen Beitrags wird dieser Frage nachgegangen, indem aufgezeigt wird, wie die Künstliche Intelligenz das Entrepreneurship der Zukunft verändern wird. Dazu wird ein übergeordnetes Rahmenwerk entwickelt, welches differenziert zwischen datengestützten (Data Support) und datengetriebenen (Data Decision) Entscheidungen sowie Geschäfts- (Business Opportunities) und unternehmerischen Entscheidungen (Entrepreneurial Opportunities). Entlang von Big Data, Big Intelligence und Data Entrepreneurship wird anschließend ein Intelligence Entrepreneurship abgeleitet, wobei die Künstliche Intelligenz die zukünftige schöpferische Kraft des Unternehmertums ersetzen könnte. Der Beitrag leistet somit wichtige Implikationen sowohl für die Praxis als auch für die Forschung. T. Kollmann (B) Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digital Business und Digital Entrepreneurship, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland E-Mail: tobias.kollmann@icb.uni-due.de L. Kleine-Stegemann Kearney, Düsseldorf, Deutschland
LK
Autor:in · Entrepreneurship der Zukunft
Lucas Kleine-Stegemann
Universitaet Muenster
Kurzbiografie
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fuer Entrepreneurship der Universitaet Muenster. Promotion an der Universitaet Duisburg-Essen zum Thema Entrepreneurial Behavior. Schwerpunkte: Entrepreneurship, Psychologie, Digital Business.