Digitale Transformation muss perspektivisch nicht nur effizient, sondern nachhaltig und menschenzentriert gestaltet werden. Mit den Leitlinien von Industrie 5.0 hat die Europäische Kommission einen Orientierungsrahmen geschaffen, der Digitalisierung als strategische, gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht. Der Beitrag greift diese Herausforderung auf und stellt den Digital Index als praxisnahes, wissenschaftlich fundiertes Instrument vor, das nicht nur den digitalen Reifegrad von Unternehmen im Sinne von Industrie 5.0 systematisch bewertet, sondern umsetzbare Handlungsempfehlungen ableitet. Neben technologischen Aspekten werden dabei explizit auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt. Anhand von zwei Fallbeispielen wird gezeigt, wie der Digital Index in Unternehmen mit divergentem Digitalisierungsgrad hilft, Potenziale zu identifizieren und Transformationsprozesse zu begleiten. Zudem wird aufgezeigt, wie der Digital Index auf gesamtwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene wirkt, wie bspw. durch die Förderung nachhaltiger Wertschöpfung, die Stärkung der Partizipation von Mitarbeitenden oder die Reduktion ökologischer Belastungen. Der Beitrag stellt in den Fokus, wie die abstrakten Ziele der Industrie 5.0 in die betriebliche Praxis übersetzt werden können und bietet ein anschlussfähiges Werkzeug zur Entwicklung zukunftsfähiger, nachhaltiger Geschäftsmodelle im Kontext digitaler Innovation und Transformation.
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Autor:in · Entrepreneurship der Zukunft
Dr. Sandra Schumann
Institut fuer Angewandte Informatik Leipzig
Kurzbiografie
Dr., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum KMI (seit 2022). Zuvor DLR Koeln (2013-2022). Studium Physik und Wirtschaftsinformatik (Universitaet Leipzig). Promotion Medizininformatik.