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TK

Autor:in · Entrepreneurship der Zukunft

Tobias Kollmann

Universität Duisburg-Essen

Kurzbiografie

Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digital Business und Digital Entrepreneurship, an der Universität Duisburg-Essen (seit 2005). Co-Founder von AutoScout24. Vorsitzender des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft" im BMWi (2013–2020). Laut FAZ zu den 100 einflussreichsten Ökonomen in Deutschland gehörend (2018, 2019, 2021). Forschungsschwerpunkte: Digital Leadership, Digitale Geschäftsmodelle, Digitale Innovationen.

Beiträge in der Reihe 3 Beitrage

Band 1 · Digitale Technologien und der Wandel von Geschäftsmodellen

Interne und externe Informations- und Kommunikationsprozesse in Unternehmen nahezu aller Branchen werden zunehmend durch digitale Informationstechnologien unterstützt. Die grundlegenden Vorteile solcher digitalen Technologien sorgen dafür, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Die stetige Entwicklung digitaler Technologien in der damit einhergehenden Digitalen Ökonomie (respektive Digital Economy) hat maßgeblichen Einfluss auf die vielfältigen Möglichkeiten, innovative Geschäftskonzepte auf der Basis digitaler Informations- und Kommunikationsnetze zu entwickeln und diese durch eine Unternehmensgründung zu realisieren (Digital Startups). Vor diesem Hintergrund beschreibt der Begriff „Digitales Unternehmertum“ bzw. „Digital Entrepreneurship“ den Akt der Gründung neuer Unternehmen speziell in der Digital Economy. In diesem Artikel wird aus theoretischer und praktischer Sicht ein Rahmen für Unternehmensgründungen in der Digital Economy entwickelt. Zunächst wird die Digital Economy charakterisiert. Anschließend wird die digitale Wertschöpfung erläutert, die auf digitalen Prozessen basiert und den Ausgangspunkt für jedes in der Digital Economy agierende Unternehmen darstellt. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Möglichkeiten innovativer unternehmerischer Aktivitäten von Unternehmen in der Digital Economy durchgeführt werden können, um digitale Mehrwerte zu generieren. Dabei werden auch die Erfolgsfaktoren für die Gründung eines Unternehmens in der Digital Economy abgeleitet. Zusammenfassend geht es in diesem Beitrag um die Beantwortung folgender Fragen: Welches Umfeld und welche Möglichkeiten bietet die Digital Economy für neue und innovative unternehmerische Aktivitäten? Was sind die Besonderheiten bei der Gründung eines Unternehmens in der Digital Economy? Welche theoretischen und praktischen Grundsätze müssen beachtet werden?

Band 2 · Voraussetzung, Implementierung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Rahmen datenbasierter Geschäftsmodelle

Entrepreneure zeichnen sich durch das Erkennen, Bewerten und Ausnutzen von unternehmerischen Möglichkeiten aus. Nach dem Verständnis von Schumpeter tritt der Entrepreneur dabei insbesondere als Innovator in Erscheinung, indem er durch seine schöpferische Kraft innovative Ideen entwickelt und auf dem Markt etabliert. Was jedoch passiert, wenn die Künstliche Intelligenz den eigentlichen Entrepreneur immer weiter ersetzt und die schöpferische Zerstörung in Zukunft von einer Maschine übernommen wird? Im Rahmen dieses konzeptionellen Beitrags wird dieser Frage nachgegangen, indem aufgezeigt wird, wie die Künstliche Intelligenz das Entrepreneurship der Zukunft verändern wird. Dazu wird ein übergeordnetes Rahmenwerk entwickelt, welches differenziert zwischen datengestützten (Data Support) und datengetriebenen (Data Decision) Entscheidungen sowie Geschäfts- (Business Opportunities) und unternehmerischen Entscheidungen (Entrepreneurial Opportunities). Entlang von Big Data, Big Intelligence und Data Entrepreneurship wird anschließend ein Intelligence Entrepreneurship abgeleitet, wobei die Künstliche Intelligenz die zukünftige schöpferische Kraft des Unternehmertums ersetzen könnte. Der Beitrag leistet somit wichtige Implikationen sowohl für die Praxis als auch für die Forschung. T. Kollmann (B) Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digital Business und Digital Entrepreneurship, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland E-Mail: tobias.kollmann@icb.uni-due.de L. Kleine-Stegemann Kearney, Düsseldorf, Deutschland

Band 3 · Nachhaltige Geschäftsmodelle durch digitale Innovation und Transformation

Die Digitalisierung in einer Gesamtbetrachtung wird in der Regel durch zwei wesentliche Strömungen bestimmt: Zum einen durch die Digitalen Innovationen, die in der Regel von kleinen Startups in Form von neuen digitalen Technologien oder neuen digitalen Geschäftsprozessen und -modellen entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Zum anderen durch die Digitale Transformation, bei der in der Regel die großen Corporates ihre vorhandenen Technologien oder bestehenden Geschäftsprozesse und -modelle digitalisieren (wobei das durchaus auch innovativ erfolgen kann). Die Frage ist nun aber, wie man diese beiden Strömungen miteinander auch im Rückgriff auf die Nachhaltigkeit verbinden kann, so dass eine neue Kraft für den digitalen Fortschritt entsteht, die im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung sowohl die Startups als auch die Corporates von Vorteil wäre. Diesbezüglich beschreibt der Begriff „Digital Innopreneurship“ die Schaffung einer gemeinsamen digitalen Innovations- und Transformationsfähigkeit von Startups und Corporates, welche sich aus der digitalen Innovationskraft von Startups (Digital Entrepreneurship), der digitalen Transformationskraft von Corporates (Digital Intrapreneurship) sowie der digitalen Synergiekraft (Digital Interpreneurship) zwischen diesen beiden Akteuren zusammensetzt. Der vorliegende Beitrag soll dies veranschaulichen und das Kooperationspotenzial v.a. auch im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften beschreiben.

Teil
Teil II Kooperativ-nachhaltige Wertschöpfung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Behandelte Themen