Band 3: Nachhaltige Geschäftsmodelle durch digitale Innovation und Transformation · Kapitel 21 ·Teil VIII Branchenspezifika: Bau, Handwerk & Handel
Nachhaltigkeit in kleinen und mittelständischen Bauunternehmen durch Implementierung und Anwendung digitaler Technologien
Abstract
Kleinen und mittelständischen Bauunternehmen (KMUs) haftet oft der Ruf an, sie würden wenig innovativ oder gar altmodisch arbeiten. Dies betrifft nicht nur die eigentlichen Ausführungsprozesse auf Baustellen, sondern auch die Abwicklungen vor, während und nach der Errichtung von Bauwerken. Auch wenn dies Mitte der 2020er Jahre in vielen Fällen noch zutreffen mag, so bieten sich infolge der Digitalisierung im Bauwesen viele neue Möglichkeiten, um die vermeintlich eingestaubten Prozesse zu modernisieren. Neben dem innovativen Einsatz von Software, digitalen Werkzeugen und agilen Maschinen, sind es vor allem lückenlose Datennutzungen, die zukünftig neue Optionen bereitstellen – auch für kleine und mittelständische Bauunternehmen. Die verstärkte Nutzung projektbezogener Daten wirkt sich dabei nicht nur rein wirtschaftlich aus, auch können durch zunehmende, miteinander verknüpfte Informatisierungsprozesse nachhaltige Mehrwerte geschaffen werden. Diese dienen wiederum nicht nur den Unternehmen selbst, sondern auch der gesamten Branche und somit letztendlich auch der Umwelt. Die hier angedeuteten Potenziale spiegeln sich insbesondere durch die Nutzung umfangreicher strukturierter Datenbanken wider. Da Projekte im Bauwesen stets unikal sind und somit auf variablen bzw. sich immer wieder ändernden Rahmenbedingungen und Vorgaben beruhen, sind die damit einhergehenden Informationen in den Fokus innovativer Konzepte und Ansätze zu rücken. Für kleine und mittelständische Bauunternehmen, die meist ein sehr breites Spektrum an Aufgaben abdecken, bieten sich im Zuge digitaler Prozesse neben wirtschaftlichen Vorteilen von Verwaltungsvorgängen auch Potenziale auf Baustellen. So können während Ausführungsarbeiten Baumaschinen und Roboter eingesetzt werden, um Abläufe effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Durch den Einsatz intelligenter Algorithmen sind zudem viele Prozesse miteinander verknüpfbar, so dass Informatisierungsprozesse – die v. a. bei KMUs sehr kleingliedrig sein können – auf ein zeitgemäßes Niveau gehoben werden können.
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Über die Autor:innen
TU Hamburg
Prof. Dr.-Ing., Professor und Direktor des Instituts fuer Digitales und Autonomes Bauen an der TU Hamburg (seit 2021). Zuvor Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TUHH. Erscheint in Band 2 und 3. Schwerpunkte: BIM, Baurobotik, Nachhaltigkeit.
Zitieren
Zitiervorschlag
Kölzer, T. (2026). Nachhaltigkeit in kleinen und mittelständischen Bauunternehmen durch Implementierung und Anwendung digitaler Technologien. In: Entrepreneurship der Zukunft: Nachhaltige Geschäftsmodelle durch digitale Innovation und Transformation (). Springer Gabler.