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Blockchain

Band 1/2 sowie Technologie- und Rechtsbezüge

5 Beitrage in der Reihe

Beiträge zum Thema

Band 1 · Digitale Technologien und der Wandel von Geschäftsmodellen (3 Beitrage)

Der Anwendungsbereich der Blockchain-Technologie ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Hat man diese Methode vor allem anfangs für die Bereitstellung von Kryptowährungen genutzt, so verspricht man sich heute auch im industriellen Umfeld einen wirtschaftlichen Vorteil davon. Mehrere KMU können sich mithilfe von Blockchain zu einem Wertschöpfungsnetzwerk verknüpfen, um Aufträge effizient zu bearbeiten. Dies bedeutet, dass die Unternehmen miteinander kooperieren und Arbeiten untereinander aufteilen, um gemeinsam Produkte zu fertigen. Da hierfür Know-how und Daten, wie z.B. Zeichnungen, ausgetauscht werden müssen, spielen gegenseitiges Vertrauen und Sicherheit eine große Rolle. Blockchain bietet durch kryptographische Methoden und Sicherheitssysteme eine Möglichkeit, jene Punkte sicherzustellen und mit einer Plattform zu koppeln, auf der jedes integrierte Unternehmen als gleichwertiger Partner betrachtet wird. Anhand des Blockchain-Demonstrators des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau wird in diesem Beitrag erörtert, wie die Zusammenarbeit von Unternehmen innerhalb eines vertrauensvollen Netzwerks gelingen kann. Anhand dieser Vorstellung soll ein gesamtheitlicher Überblick über die Vorteile, Chancen aber auch der Risiken vermittelt werden und ein gedanklicher Einstieg in die Welt der stetig wachsenden kooperierenden Wertschöpfungsnetzwerke gelingen.

Die Blockchain-Technologie bietet großes Potenzial für Unternehmen hinsichtlich der Optimierung bestehender und Aufbau neuer Prozesse. Dies zeigt sich auch in der stetig wachsenden Anzahl der Start-ups, deren Geschäftsmodelle auf dieser Technologie beruhen. Für viele Unternehmen, die bereits in ihren jeweiligen Märkten aktiv sind, stellt sich jedoch die Frage, ob und wie diese Technologie für ihr individuelles Geschäftsmodell relevant ist und welche Auswirkungen eine Implementierung im Unternehmen oder im Unternehmensumfeld hätte. Diese Fragen können unter Zuhilfenahme und Modifikation bestehender Methoden und Werkzeuge beantwortet werden. In diesem Beitrag wird die Methode des Business Model Stresstesting vorgestellt, die mit gewissen Anpassungen einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten kann, welche Effekte die Blockchain-Technologie auf ein bestehendes Geschäftsmodell haben kann. Dies ermöglicht es, dass im Bereich der Blockchain-Technologie entstehende Ökosystem aktiv zu gestalten und weiterzuentwickeln. Die Implementierung und Weiterentwicklung der Technologie auf Basis spezifischer Anforderungen aus dem Geschäftsumfeld wird so erleichtert und beschleunigt.

Der Beitrag bereitet den Weg zur Anwendung von Blockchain für Unternehmen unter Einbezug einer rechtlichen Perspektive. Einführend werden hierzu die Grundlagen der Blockchain-Technologie sowie die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) vorgestellt. Anschließend wird die zentrale Frage diskutiert, inwiefern sich beide Themenbereiche miteinander vereinbaren lassen, damit Blockchains unternehmerische Anwendung finden können. Dabei wird auf die verschiedenen Arten von Blockchains ebenso wie auf Anwendungsbereiche der DSGVO, beteiligte Akteure, zu erfüllende Datenschutzgrundsätze sowie die Wahrung von Betroffenenrechten eingegangen. Es wird gezeigt, welche datenschutzrelevanten Aspekte mit der Blockchain-Technologie (nicht) in Einklang zu bringen sind. Darüber hinaus werden technische und regulatorische Vorschläge unterbreitet und erörtert, um den Datenschutz der Blockchain-Technologie gemäß DSGVO zu optimieren. Abschließend werden Konsequenzen für die Anwendbarkeit der Blockchain vor dem Hintergrund zukunftsfester Geschäftsmodelle in Unternehmen disku

Band 2 · Voraussetzung, Implementierung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Rahmen datenbasierter Geschäftsmodelle (2 Beitrage)

Datenund Informationen werden heutzutage häufig als einer der bedeutendsten Wirtschaftsgüter unserer Zeit bezeichnet. Das einleitende Zitat steht nur stellvertretend für eine Reihe weiterer Aussprüche, welche die letzten Jahre dominieren. Anderweitig werden Daten und Informationen als das Öl des 21. Jahrhunderts angesehen, der Treibstoff der Digitalisierung. Allerdings herrscht aktuell ein großes Ungleichgewicht zwischen denjenigen, die Daten besitzen und denjenigen die Daten benötigen. Im Rahmen dieses Kapitels werden die Grundlagen und Herausforderungen für den Datenhandel besprochen. Dieses Querschnittsthema bietet die Basis für viele Anwendungen im Bereich KI, Blockchain, Cloud Computing sowie weitere datengetriebene Geschäftsmodelle und stellt gleichzeitig ein neues Geschäftsmodell der Digitalisierung dar. Als Ergebnisse werden die Grundlagen und Herausforderungen des Datenund Informationshandels zusammengefasst, sowie Anforderungen für zukünftige Marktplätze hergeleitet. „Daten sind der Rohstoff der Zukunft“ (Angela Merkel auf der der CEBIT 2016) S. Lawrenz (B) Institute for Software and Systems Engineering, TU Clausthal, Clausthal-Zellerfeld, Deutschland E-Mail: lawrenz.sebastian@gmail.com H. Fischer Institute of Management & Information Systems (mis), FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Essen, Deutschland E-Mail: helge.fischer@fom.de

Der vorliegende Beitrag wagt auf der Basis vergangener und aktueller Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz (KI) einen Ausblick auf zukünftige Leistungen von KI in spezifischen Gebieten. Es wird argumentiert, dass KI ein eigenständiger Megatrend mit zahlreichen Auswirkungen auf die Gesellschaft und v. a. auch auf die Wirtschaft in unterschiedlichen Bereichen und Ebenen mit zahlreichen Anknüpfungspunkten diverser Geschäftsbereiche und -modelle ist. Es wird gezeigt, dass die wesentliche Stärke von KI einerseits die exakte Analyse und das zur Erreichung von vordefinierten Zielen optimale Inbeziehungsetzen spezifischer Parameter ist. Andererseits vermag KI bestimmte Prognosen zu fundieren. Aus diesem Grund wird der Chatbot ChatGPT des Entwicklers OpenAI zur Zukunft von KI befragt – eine KI trifft also Vorhersagen über KI. Dieser vielversprechende Ansatz wird dennoch kritisch reflektiert und der Beitrag mit einer Beleuchtung von starker und schwacher KI im Unternehmenskontext sowie einer prüfenden Deskription der bevorstehenden KI-Evolution abgeschlossen. S. Gerth (B) Zentrum ProKI-Ilmenau & Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau, Technische Universität Ilmenau, MentalAid UG (haftungsbeschränkt), Erfurt, Deutschland E-Mail: info@sebastiangerth.com L. Heim Aeon Robotics GmbH, Braunschweig, Deutschland E-Mail: heim@aeonrobotics.com